• Menu
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen

Verschwörungstheorien.info

Beiträge zu Merkmalen, Funktionen und Risiken konspirationistischen Denkens

Kopfzeile rechts

Besuchen Sie auch pro-demokratie.info
  • Infotheke Verschwörungstheorien
  • Verschwörungstheorien von A-Z
  • News & Infos
  • Buchempfehlungen
  • Links
  • Unterstützen
  • Suche
  • Infotheke Verschwörungstheorien
  • Verschwörungstheorien von A-Z
  • News & Infos
  • Buchempfehlungen
  • Links
  • Unterstützen
  • Suche

Medienkompetenz gegen Verschwörungstheorien

15. September 2020

Medienkompetenz ist kein Allheilmittel gegen Verschwörungstheorien. Sie kann aber einen Beitrag leisten zur Eindämmung. In einem Interview auf rp-online spricht der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen über Falschmeldungen, Verschwörungstheorien und seinen Vorstoß für ein Schulfach Medienkompetenz.

Im Interview wird Pörksen gefragt, weshalb Medienmündigkeit zur Existenzfrage der Demokratie geworden ist.

Antwort:

«Weil wir erleben, in welchem Maße sich Verschwörungstheorien, Falschnachrichten und bizarre Gerüchte verbreiten, gerade in Zeiten der Corona-Pandemie. Der Blick in die USA zeigt: Man kann den demokratischen Prozess und das soziale Miteinander durch Desinformation gefährden. Menschen brauchen sauberes Wasser, freie, demokratische Gesellschaften brauchen saubere Informationen!»

Drei Tipps für Medienkompetenz

Der Medienwissenschaftler gibt zudem drei Tipps für den täglichen Umgang mit echten und falschen Nachrichten:

Erstens brauche es Quellenbewusstsein: «Wir müssen einschätzungsfähig werden. Woher stammt die Information? Ist die Quelle anerkannt und seriös oder nicht?»

Zweitens sei die Uralt-Tugend der Skepsis nötig, um sich vom Reflex des „kommentierenden Sofortismus“ zu befreien: «Muss ich sofort weiter leiten, posten und kommentieren, was mich selbst gerade erst erreicht hat?»

Drittens sei es zentral, die Informationsflut zu dosieren: «Wie gelingt eine gute Mischung aus Anteilnahme am Weltgeschehen und abgrenzungsfähiger Auswahl?»

Die laufende Medienrevolution sei in ihrer Wirkung vergleichbar mit der Erfindung der Schrift oder des Buchdrucks. Ein paar Zusatzseminare hält der Medienwissenschaftler deshalb für nicht ausreichend. Ein Schulfach dagegen sei der richtige Ort, um die Macht der Medien zu begreifen und zu lernen, wie die Kunst des Miteinander-Redens unter neuen Kommunikationsbedingungen gelingt. Es gilt zu unterscheiden: «Was ist sinnvolles Argument, was nur Geschrei und Pöbelei?»

Dafür brauche es eigens in Medienkompetenz geschulte Lehrerinnen und Lehrer, wozu auch bei der Lehrerausbildung anzusetzen sei.

Auswahl von Informationen als Schlüsselkompetenz

Aber auch der die Schulung des Einzelnen sei entscheidend in Bezug auf Medienkompetenz: «Der Umgang mit und die Auswahl von Informationen ist heute eine Schlüsselkompetenz.»

Hier spielt auch der Journalismus eine wichtige Rolle.

Mit publizistischem Dreck lasse sich viel Geld verdienen, guter Journalismus dagegen koste auch Geld. Zugleich führt das Wegbrechen von Anzeigen- und Werbemärkten bei den klassischen Medien zu einer Umschichtung in Richtung digitaler Giganten.

Diese Situation verlangt laut Pörksen nach gesamtgesellschaftlichen Antworten: «Es braucht politischen Willen und Medienmündigkeit in der Breite der Gesellschaft.»

Quelle:

Interview mit Bernhard Pörksen: „Passives Publikum gibt es nicht mehr“     (rp-online)

Zum Thema siehe auch:

Verschwörungstheorien & Jugendliche – was Lehrpersonen und Eltern tun können

Bernhard Pörksen hat ein informatives Buch geschrieben mit dem Titel:

Buchtipp: “Die grosse Gereiztheit” von Bernhard Pörksen 

Ausserdem als Kurztext:

Bernhard Pörksen über das Dilemma im Umgang mit Medien 

Zur Medienkompetenz gehört auch ein Verständnis der Funktionsweise von Medien. Dazu hat Matthias Zehnder ein informatives Buch geschrieben:

Buchtipp: “Die Aufmerksamkeitsfalle” von Matthias Zehnder 

Eine Zusammenfassung des Buches finden Sie hier:

Wie Medien via Aufmerksamkeitsfalle den Populismus fördern

 

 

Kategorie: Uncategorized Stichworte: Bernhard Pörkens, Corona-Pandemie, Demokratie, Desinformation, Falschmeldungen, Falschnachrichten, Gerüchte, Journalismus, Medien, Medienkompetenz, Medienmündigkeit, Populismus, Pörksen, Skepsis, USA, Verschwörungstheorien

Vorheriger Beitrag: « Diabetikerin wegen Chip zur Messung des Blutzuckerspiegels von Verschwörungstheoretikern als «Gates-Hure»: angepöbelt
Nächster Beitrag: Vier Experten erklären, wie wir Verschwörungstheorien den Boden entziehen »

Seitenspalte

Neuste Beiträge

«Antisemitische Verschwörungstheorien» von Michael Scholz (Buchtipp)

Michael Scholz hat ein ausgesprochen lesenswertes Buch …

Künstliche Intelligenz (KI) wirksam gegen Verschwörungstheorien

Menschen, die stark an Verschwörungstheorien glauben, sind durch …

Was hilft gegen Verschwörungstheorien?

Wie lassen sich Verschwörungstheorien am besten bekämpfen? Eine …

Zygmunt Bauman: Gedankenexperiment zu Verschwörungstheorien

Zygmunt Bauman (1925 – 2017) war ein polnisch-britischer …

Verschwörungstheorien auf TikTok als Gefahr für Demokratien

«Junge Menschen vertrauen auch wegen Fake-News auf TikTok dem …

Attorneys

Site Footer

Our Law Office

YOUR FIRM NAME
(800) 555-2840
(212) 555-1979

524 Market St.
NYC, New York 07840

Contact Us

Contact our legal office today. Our attorneys are ready to fight for you. There is no better time than now.
Learn How →

Copyright © 2026 · Martin Koradi · created by cloudWEB · Impressum · Datenschutz